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Weihnachten
im Landschloß Was ist Weihnachten? Weihnachten sind die Lichter in der Dunkelheit, die uns froh und hoffnungsvoll werden lassen. Es gibt kleine Heimlichkeiten, auch Erwartungen und diese Vorfreude birgt etwas von Glücksseligkeit in sich.
Wie in Spielzeugkisten verpackt und zu heimlichem Leben erweckt, zeigen wir Szenerien mit alten Puppenstuben und -küchen, Teddys, Autos und alles was früher so unterm Gabentisch zu finden war. Ja, die Teddys: Gleich in der Vorhalle begegnen sie uns, auf einem Dutzend "Käsehitschen" sitzend, in lustiger Abfahrt von einem Steilhang. Auch die Weihnachtsmannwerkstatt, in der die Spielzege entstehen, ist im Schloß eingebaut und lädt Neugierige ein, eifrigen Zwergen bei der Arbeit zuzuschauen. Auch die Erwachsenen schmücken vor allem im und um das Erzgebirge gern ihre weihnachtlichen Stuben. Zuallererst den Baum: Einer davon, im Kaminzimmer, wird mit historischen Kugeln und Glitzerwerk behangen. Hier, bei flackerndem Kaminfeuer, werden wir einer Bescherung im 19. Jahrhundert beiwohnen. Ein großer Weihnachtsberg nach Vorbild des italienischen Bergstädtchens Olevano, wie es der Romantiker Franz Horni einst zeichnete, wird zu besichtigen sein. Der Sammler und Kunsthändler Tom O.Letz zeigt historische erzgebirgische Weihnachtsfiguren in ganzer Vielfalt: Räuchermänner, Engel, Bergmänner, Türken und eine große Pyramide. Eine längst vergangene Lebenswelt in wunderbar naiver Schönheit wird erlebbar. Auch heute noch gibt es Künstler, die sich in die erzgebirgische Tradition hineindenken und kleine Kunstwerke verwirklichen können. Die Radebeuler Grafikerin Friederike Aust baut phantasievolle Engel und Bergmänner. In ganz anderer Weise setzt der Dresdner Maler, Grafiker und Plastiker Klaus Drechsler seine Gedanken zur Weihnacht um. Seine Engel, Räuchermänner und Nußknacker sind deutliche Charaktere, aus dem Leben geschöpft und in wunderbar naiver Weise aus Pappel- oder Lindenholz geschnitzt. Allen gemeinsam ist die Verkündigung der guten Botschaft der Weihnacht und des Friedens. Ein alter Pferdeschlitten, wie es ihn früher auch auf unserem Schloß gab, bringt die Gäste vom Kirchgang zurück in die wohlige Wärme der Weihnachtsstube. Zu guter Letzt sind auch die Schloßküche und die Drogerie im ehemaligen Gesindspeiseraum mit Tannengrün geschmückt und zugängig. Um wirklich alle Sinne froh zu machen, werden in den Kerzen erhelltem mittelalterlichem Schloßgewölbe Pirnaer Kaffee- und Stollenspezialitäten gereicht. Die Ausstellungszeit (28. November bis 13. Dezember) ist so bemessen, daß alle Leihgeber ihre Schätze rechtzeitig zum Fest wieder zu Hause haben. An eine Wiederholung der Ausstellung im nächsten Jahr ist schon wegen des enormen Aufwandes nicht gedacht. Geöffnet
ist: Der Eintritt kostet 4,- €; ermäßigt 3,- €. Am 28. November, 17 Uhr findet unser traditionelles Adventskonzert mit dem "collegium instrumentale" unter Leitung von MD Andreas Grohmann statt (Eintritt 12,- €, ermäßigt 10,- €). Am 5. und 6. Dezember gestalten die Zuschendorfer Einwohner am Aufgang zu Schloß und Kirche einen kleinen, sehr gemütlichen Weihnachtsmarkt. Mit freundlichen Grüßen, Matthias Riedel |
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